Ein Garten macht sich 🐞 (nicht von alleine ; )

2012 haben wir dieses Haus gekauft und in knapp vier Monaten alles einmal rausgerissen (Fliesen, Laminat, Badezimmer, Rauhfaser-Nikotingelb …) und alles einmal neu aufgebaut. Hätte schlimmer kommen können ; )

Im Frühjar 2013 entdeckte ich dann meine Leidenschaft: Gartengestaltung. Ich wohnte vorher mehr oder weniger in Etagenwohnungen und hatte mit Pflanzen auf der Fensterbank, mitunter mit Balkonpflanzen, zu tun. Überhaupt, ich hatte auch gar nie richtig Zeit für Pflanzen. Heute habe ich immer noch keine Zeit, kaum Pflanzen auf der Fensterbank, dafür Pflanzenreichtum im Garten. Wenn man Zeit will, findet man sie ; ) Aber ich wollte in dem Artikel gar nicht soviel schreiben. Ich wollte einfach ein paar Bilder zeigen. Die beliebte vorher/nachher-Geschichte. Ein Teilbereich unseres 1200 qm großen Gartens und wie sich dieser Teilbereich von 2012 bis 2017 entwickelt hat.

2012

2012
Im Sommer 2012 haben wir eine idyllische Wiese mit alter Scheune, einem Walnussbaum, einem Sauerkirschbaum, zwei Pflaumenbäumen, einer Blautanne und einer Salweide (dank an meinen Bruder für die Bestimmung des Baumes) übernommen. Zwischendrin jede Menge Wildwuchs und, gut versteckt, Schutt und Berge alter Büsche, Bäume und Sträucher, die unter dem Walnussbaum lagerten, auf Verrottung warteten.

2013

April 2014
Ende April 2013. Unmengen an Grünabfall, der unter dem Walnussbaum lagerte, ist weggeräumt. Der Kirschbaum blüht und ich liebe es, in der Scheune mit einem Kaffee zu überlegen, was ich mit all der Natur anstellen soll.
Mai 2013
Ende Mai 2013, der Walnussbaum dekoriert sich als letzter von allen Bäumen mit Blattwerk. Ich hatte schon Angst, er wäre tot. Kaputt. Am Ende. Aber heute weiß ich, Walnussbäume treiben als letzte von allen Bäumen aus.

2014

August 2014
August 2014, erste Beete sind gebuddelt und angelegt aber noch fehlt mir das Händchen, wie ich was sortiere. Welche Stauden passen wohin und brauchen welche Bedingungen. Ein Lernprozess der inzwischen gediehen ist, aber noch lange nicht annähernd beendet ist.

2015

August 2015
August 2015, es ist das Jahr in dem wir entscheiden, wir möchten einen Teich. Keinen Schwimmteich, auch keinen Fischteich. Ein Wasserbiotop. Und zwar rechts von den Wegplatten, zwischen Scheune und Walnussbaum.

2016

März 2016-1
Im März 2016 ist der Teichplan in der Tasche, wir fangen an mit Teichloch ausheben. Im hinteren Bereich, zwischen Kirschbaum und Teich mit Steinen angedeutet, soll eine Mauer entstehen, die den Teich und einen Sitzplatz halbrund einfaßt und den Blick von der Scheune auf den Teich abrundet.
März 2016
März 2016, Blick auf die Scheune mit dahinterliegender Garage und dem Haupthaus.
April 2016
Im April 2016 ist die Trockenmauer aus Grawackesteinen soweit fertig. Die Konturen des Teiches sind ausgehoben und weil das Leben manchmal andere Wege gehen will, als man selbst plant, mussten wir weitere Arbeiten am Teich aufs kommende Jahr verschieben.
Mai 2016
Im Mai 2016  kann man erahnen, es könnte mal richtig idyllisch werden, unser Biotop mit Fröschlein, Libelle und Co.

2017

Teich Rohbau fertig
April 2017, der Teich mit seinen Konturen und den unterschiedlichen Höhenbereichen ist im „Rohbau“ nahezu fertig. Aus Siebdruckplatten haben wir ringsum die Wasserhöhe in die Waage gebracht.
2017_01
April 2017, fleißig, fleißig ; )
Teichfolie verklebt
Zuerst haben wir die Folienbahnen im Teich drapiert, um in etwa zu wissen, wo wir was ankleben (es handelte sich um günstige Folienreste). Danach dann die Bahnen entsprechend ausgelegt und verklebt. Der Transport zum Teich war dann einfacher, als tagelang, Fingernägel knabbernd, befürchtet.
Ende Mai 18
Ende Mai 2017, ca. 70 qm Kautschuk-Folie in dem 120 cm tiefen Teich versenkt und fein drapiert. Erste Pflanzen wurden schnell besorgt. Ein Latex-Träumchen ; )
Steinbruch
Juni 2017, wir besorgen uns aus einem Steinbruch im Bergischen eine Ladung Grauwacke Bruchsteine. Einmal aufladen, einmal abladen und dann nochmal alle wenigstens einmal anpacken. Die sind schwer. Echt schwer ; )
Juni 17
Im Juni 2017 habe ich die Ladung Bruchsteine und knapp 2 t Kies liebevoll verteilt, so dass die Folie komplett verschwindet und der Teich auch bei geringer Füllmenge noch gut aussieht. Mein Yoga-trainierter Körper dankte es mir mit „keine Rückenschmerzen“. Und diese Grauwacke ist echt scheiße schwer ; )
Ende_Juni_2017
Ende Juni 2017 haben wir den Bereich zwischen Grauwackemauer und Teich mit einer Holzterrasse aufgepeppt. Kleiner Life Hack für das Vorzeichnen großer Kurven: Man nehme ein stabiles Stahlseil, lege die Kurve wie sie gebraucht wird. Nachzeichnen. Stichsäge. Voilá.

→  Projekt Gartenteich zwei Monate später


 

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